1. Warum Notstromaggregate nach Standzeiten den Dienst verweigern
Ein Stromerzeuger wird oft monatelang nicht benötigt – im Ernstfall muss er jedoch innerhalb von Sekunden anspringen. Die häufigste Ursache für Startversagen nach längerer Lagerung ist überaltertes Benzin in der Schwimmerkammer des Vergasers.
- Bioethanol bindet Wasser: Moderne Kraftstoffe ziehen Luftfeuchtigkeit an, was zu Phasentrennung und Korrosion im Vergasergehäuse führt.
- Verharzte Hauptdüsen: Leichtflüchtige Kraftstoffbestandteile verdampfen, zähe Additivrückstände verkleben die feinen Bohrungen der Haupt- und Leerlaufdüse.
- Festsitzende Schwimmernadel: Das Nadelventil klebt am Sitz fest, sodass kein Kraftstoff nachfließen kann.
2. Erste Hilfe: So bekommen Sie den Generator wieder in Betrieb
Wenn die Zündkerze zündet, aber der Motor nur kurz mit Startpilot anspringt und sofort wieder ausgeht:
- Alten Kraftstoff restlos ablassen: Nutzen Sie die Ablassschraube an der Unterseite der Vergaser-Schwimmerkammer.
- Frischen Kraftstoff mit Vergaserreiniger einfüllen: Nach einigen Startversuchen dem Kraftstoff etwas Zeit zum Lösen der Harze geben.
- Zündkerze prüfen: Verrußte Kerzen reinigen und Elektrodenabstand (0,6–0,7 mm) einstellen.
3. Spannungsregelung (AVR) und Lasttest nicht vergessen
Selbst wenn der Motor läuft, ist die Funktion nicht garantiert: Der automatische Spannungsregler (AVR) muss bei plötzlicher Lastzuschaltung die Spannung exakt bei 230V bzw. 400V halten. Ein Generator, der ohne Last 230V liefert, kann unter Last zusammenbrechen, wenn die Wicklungen oder der AVR gealtert sind.